In einem Interview gegenüber Eurogamer lies Double Fine's CEO Tim Schafer, kein gutes Haar an Activisions CEO Bobby „The Money“ Kotick. Wen wundert das, nachdem Activison letztes Jahr noch Double Fine Production verklagte, um die Veröffentlichung von Brütal Legend durch Electronic Arts zu verhindern. Schafer lies im Interview folgendes verlauten:
"Er ist seinen Aktionären gegenüber verpflichtet", sagt Schafer. "Nun, er muss das Ganze nicht auf diese Art und Weise machen, richtig? Es gibt einen Weg, das zu tun, ohne ein völliges ArschIoch zu sein. Es scheint jedenfalls möglich zu sein. Er ist aber nicht daran interessiert."
"Er macht aus der Tatsache, dass er keine Spiele mag, eine große Sache und ich glaube nicht, dass das für Spiele allgemein gut ist. Ich glaube einfach nicht, dass wir eine Industrie sind, die sich nur für das Produkt interessiert", so Schafer.
"Wir können es so angehen wie ein Stück Seife, bei dem einfach nur versucht wird, das günstigste Stück Seife herzustellen. Er hat definitiv diese Einstellung. Ich glaube nicht, dass er im Allgemeinen wichtig für die Industrie ist. Man kann nicht einfach etwas Populäres nehmen, das ganze Leben hinausquetschen und dann mit dem nächsten weitermachen. Irgendwann muss man etwas erschaffen, etwas aufbauen."
"Hoffentlich wechselt er in einen anderen Industriezweig. Er könnte in eine Industrie wechseln, die mehr Geld macht. Etwas, das mehr zu seinen Leidenschaften passt. Die Waffenherstellung?"
Wenn das mal keine klare Aussage ist. Eigentlich drückt er das aus, was sicherlich viele denken. Oder seid ihr da anderer Meinung?
Update - Wer hätte es gedacht, Maryanne Lataif, Senior VP of Corporate Communications ATVI, reagiert und verkündet:
„Tim Schafers Kommentar, dass Bobby Kotick ‚eine große Sache daraus mache, keine Spiele zu mögen‘, stimmt einfach nicht“
„Bobby hatte immer eine Leidenschaft für Spiele und liebt die Gamers-Industrie.“
„Aber als CEO einer Firma, die Spiele produziert, an denen sich weltweit Millionen von Leuten erfreuen, hat er nicht die Zeit, Spiele so häufig zu spielen, wie er gerne würde oder wie er es einst tat“. „Wie Schafer selbst bemerkte, hat er Bobby Kotick selbst niemals wirklich getroffen.“
Update2: Tim Schafer meldet sich nach der verbalen Attacke gegen "The Money" nochmal zu Wort und erklärt er müsse lernen den Mund zu halten:
"Das war ein Versehen". "Ich wollte den Titel meiner Rede in 'Wie man Interviews gibt und überprüfen sollte, dass das Mikrofon aus ist' ändern."
"Ich muss meinen Mund halten". "Es ist schockierend, wie man in der Industrie wirklich keine Brücken hinter sich abreißen kann. Man startet seine eigene Firma und muss nicht mehr länger für diesen blöden Boss arbeiten. Ich nenne keine Namen."
"Dann wiederum ist es wie in Das Imperium schlägt zurück. Man geht in den Raum und denkt sich 'Oh vedammt, Darth Vader sitzt am Tisch'. Es ist solch eine kleine Industrie, man sieht die gleichen Leute immer und immer wieder. Niemand verschwindet jemals."
"Ich werde definitiv nichts über Bobby sagen". "Nach dieser Eurogamer-Sache habe ich erkannt, dass ich ein wenig nervös bin, wenn es darum geht, was ich sagen will."